Montag, 12. Mai 2014

Wie eine Woche, die mit einem Montag startet, eine garantiert stressige wird (-;




Montag morgen..du schleppst dich aus dem Bett, die gute Stimmung versteckt sich irgendwo im Keller, nicht mal der Kaffee will so wirklich schmecken....

Manchmal frage ich mich echt, wofür ich all die schicken Ratgeber (und es sind viele, auch viele schicke) gelesen habe - wenn dann manchesmal gar nichts (Null! Niente!) - davon zu funktionieren scheint. Dabei hatte ich mich (oder war das vielleicht der Fehler und ist dies der Moment in dem ich hoffnungslos abergläubisch werde?) doch gerade so für meine tolle und klare innere Haltung an der ein oder anderen Ecke gerühmt. Ich weiß ja (danke liebe Ratgeber!), dass das Jammern nichts bringt und wir lieber schön dankbar sein sollen. Kann ich auch. Wirklich! Ich bin echt dankbar und alles - aber es gibt Wochen, die beginnen mit einem dieser Montage wie heute und da gehört dann schon mal richtig geraunzt...aber so wirklich richtig (-;

Wenn du also auch einen solchen Montag hast, oder haben willst .. hier ein paar Tips, damit er auch sicher gelingt! Du kannst es nachmachen, oder auch nur lesen. Falls zweiteres hilft, möchte ich dir gratulieren (-;

Hier also meine Top 5 für alle, die mal eine so richtig stressige Woche haben wollen, Selbstmitleid inklusive:

Halse dir in deinem Job mehr Arbeit auf!

Das ist relativ simpel. Entweder überraschst du die netten Kollegen, in dem du (ohne jede Not versteht sich) anbietest Dinge zu erledigen oder in den hübschen Besprechungen, die wir alle ja mal besuchen dürfen, Sätze sagst wie: "Soll ich das bis zum nächsten Mal einfach ausarbeiten?" (oder so). Erfahrenere Stresserprobte dürfen noch ein Schäufchen drauf legen und ein Projekt, das schon länger auf dem Abstellgleis ist, endlich anfangen. Oder den Bürochrank endlich mal aufräumen und ausmisten. Oder das Laufwerk am Pc. Wenn du Selbstständig bist, die Buchhaltung Starten, Rechnungen ablegen, die Inventur in schriftliche form bringen... Also eine weitere Arbeit (ohne Not versteht sich) beginnen, die man unmöglich wieder stoppen kann (Selbstwertalarm!), da man weiß, dass man sie sonst nie wieder beginnen würde.

Halse dir auch in deinen anderen Tätigkeitsfeldern (Haushalt, Kindererziehung, Sport, Klöppeln, Makramee) mehr Arbeit auf! 

Hier wird es anspruchsvoller. Wichtig ist, sich in einer solchen Woche hohe Ziele zu setzen. Sowas wie "Diese Woche mache ich morgens und abends Yoga" oder für die weniger Sportambitionierten  so was wie "Diese Woche verzichte ich auf Lebensmittel die mich schwächen. Zucker zum Beispiel, und ich koche jeden Abend ein kompliziertes TCM-Rezept nach" Das Ziel gehört kommuniziert, aufgeschrieben, weitergetratscht! So entsteht hier ein schöner, wenig subtiler Freizeitstress, den man sich selber ausgesucht hat (und darum ja schlecht klagen kann). Besonders schön und perfide übrigens, wenn man sich diesen Stress mit der Lieblingsbeschäftigung  macht, die eigentlich Garant ist für das entspannte Selbst. Ich habe gelernt: Wenn ich nur genug will, kann ich es schaffen, dass selbst Meditation mich nicht entspannt. Ich meine, hier bin ich auf jeden Fall im fortgeschrittenen Level, oder?

Priorisiere nicht! 

Wichtig bei all dem ist, dass du auf keinen Fall anfängt zu überlegen, was gerade wichtig und dringend ist. Auf keinen Fall! Besser ist, du startest morgens im Job, in dem man sich den Schreibtisch richtig voll türmt und dann jeder Aufgabe 1-2 Stunden schenkt. Das garantiert, dass man überall mal reinschaut und dann, wenn man gerade gute Ergebnisse produziert, aufhört, um sich der nächsten Aufgabe zu widmen. Danach kann man noch in ein paar Meetings hetzen! Haha! Das Ergebnis wird nämlich schön verschärft, wenn man sich in jedem Meeting ein wenig verquatscht, um dann mit ca. 10 Minuten Verzug ins nächste zu rennen. Eine, wie ich meine, ausgefuchste und kluge Strategie für ein powervolles Stresserlebnis!  Wer hier schon im fortgeschrittenen Level ist (hüstel), der darf im Anschluss in einem Stau stehend auf die Uhr des Autos starren, um auszurechnen, wie schnell man durch die Stadt rasen muss (Stau-Kompensation), um rechtzeitig in der zu Hause zu sein. Ich sage: Das wirkt garantiert! (Sollte ich Patente anmelden? hm, muss nachdenken)

Leide so lange wie möglich im Untergrund! 

Die ersten Punkte wirken allerdings nur, wenn dir keiner hilft. Und: Achtung! Mitleid schafft womöglich helfende Hände und ist somit strikt zu vermeiden. Deutlich effektiver ist es,wenn du einfach alle Außenkontakte auf das Nötigste beschränkst und dem Partner Sätze sagst wie "War viel heute, aber geht schon. Wie war dein Tag?". Muss im übrigen gar nicht lange durchgehalten werden...ich falle nach so Tagen ca. um 21:22 h, na gut, vielleicht auch schon um 20:35  in tiefen Schlaf. Man muss es ja nicht ins Bett schaffen, auf der Couch schläft sichs auch hervorragend. Rückenschmerzen am nächsten Tag inclusive (-

Sorge (dann, wenn dir die Kräfte auszugehen scheinen) dafür, dass die nächste Woche noch hoffnungsloser aussieht! Dazu reichen ganz einfache Dinge um in der Welle zu bleiben (-;

Ein Blick in den Kalender der Nächsten Woche! Geheimtipp hierfür: Hier sollten keine leeren Zeilen zu sehen sein! Das gelingt gut, in dem du niemandem etwas abschlägt und auch bestehende Termine nicht absagt. (Steigerung: Doppel-Belegung einzelner Terminfenster!)
Die Stimmung am Freitag steigt noch weiter, wenn du dir kurz vor Feierabend vor Augen führt, dass in der nächsten Woche einige wichtige Abgabetermine sind. Am besten besondere Ergebnisse der eigenen Arbeit, die danach sehr viele Leute sehen / einschätzen / nutzen wollen!
Die Freizeit darf natürlich nicht zurückstecken und sollte (privater Kalender!) ebenfalls schön überfrachtet sein. Gut ist, wenn jetzt schon klar ist, dass auch hier wohl nicht alles möglich sein wird. Doppelbelegungen sind auch hier in Erwägung zu ziehen für Level 2 Kandidaten!

So. Das müsste klappen. Also alles klar, oder?

Ich hoffe, du bist nun nicht irritiert. Wir können ja hier nicht immer nur über Atemübungen (versprochen, ein anderes Mal) oder "Sei im Hier und Jetzt" sprechen - äh - schreiben. Manchmal muss es auch um den guten alten Stress gehen. Aber das soll für heute reichen, denn ich weiß auf jeden Fall: Ich habe in der letzten Woche einiges schön verrückt gemacht, besonders mich selber (-;

- Weniger denken! - Dankbarer sein! - Öfters nein sagen! - ....und alles zu tun, was ich mir sonst so immer vornehme.  Oder ich fahre auf Urlaub? Das wäre schön, leider dauert das noch ein bisschen. Vielleicht hole ich mir bei nächste Gelegenheit doch einen der Ratgeber aus dem Bücherschrank.. Zwischen atmen und den TCM-Kochübungen (-;

Ach ja, bevor ichs vergesse : Schau auf dich (-;

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