Mittwoch, 2. März 2016

Trauma und Körperarbeit




Immer wieder habe ich Klienten auf meiner Matte, die unter chronischen Verspannungen leiden. Es ist immer wieder die Schulter, die schmerzt oder immer der Magen der auf Diverses und Allerlei reagiert. Das kann durchaus organische Ursachen haben, oft landen sie aber bei mir, weil organisch einfach Nichts gefunden werden kann. Schulmedizinisch sind sie gesund. Keine nachweisbaren Bakterienkulturen oder Viren, keine Bandscheibenthemen, einfach nichts zu finden. Dennoch haben diese Menschen Schmerzen. Schmerzen, die nicht nachweisbar sind, führen in unserer Gesellschaft oft zu einem mitleidigen Lächeln. Schneller als man Muh sagen kann, ist man in der "Psycho-Ecke". Hypochonder ist ein Wort, das in diesem Zusammenhang sehr schnell über die Lippen der Gesellschaft kommt.

Dabei sind diese Schmerzen, wenn auch nicht nachweisbar, durchaus real! Sie sind da und sie tun weh! Sehr weh, konstant weh, zermürbend weh!

Ich bediene mich jetzt eines Textauszuges der Praxis Besenbruch, die die Wirkung traumatischer Erlebnisse auf den Menschen wunderbar in Worte fasst:


Stress wirkt sich in erste Linie auf den Körper aus. Der menschliche Organismus ist genetisch dafür ausgestattet, auf Stress zu reagieren und sich durch die Bewältigung von Stress weiter zu entwickeln und zu wachsen. Das Selbe gilt für traumatische Erlebnisse. Problematisch wird es allerdings, wenn Stress chronisch wird und traumatische Erlebnisse im Körper gespeichert bleiben.

Unabhängig davon, ob wir einer stressigen oder lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt sind, der Körper reagiert immer mit dem gleichen uralten Reflexmuster, welches allen Säugetieren eigen ist: Das (autonome) Nervensystem mobilisiert zusammen mit dem Hormonsystem die erforderliche Energie, welche den Körper für eine adäquate Handlungsreaktion im Sinne von Kampf oder Flucht (Konfrontation oder Rückzug) vorbereitet. Wir werden hellwach, konzentriert auf den stressauslösenden Faktor, ohne etwas anderes wahrzunehmen, die Schmerzwahrnehmung lässt nach und unsere Muskulatur ist hoch angespannt, so dass unser Körper Leistungen vollbringen kann, die im Normalzustand nicht möglich sind. Kennen Sie die Momente, in denen Sie sich erschrecken und blitzartig spüren, wie ein Strom durch Ihren Körper schießt und Sie hellwach werden lässt?

Wenn diese körpereigene Energie durch Konfrontation oder Rückzug (Kampf oder Flucht) erfolgreich ausagiert werden kann, entspannt sich der Körper anschließend wieder und ist gestärkt von der eigenständigen Bewältigung der Situation. Allerdings kommt es nicht immer dazu. Wenn wir nicht kämpfen oder flüchten können, also handlungsunfähig sind, tritt eine dritte Form der autonomen Reaktion ein, die im Tierreich als Todstellreflex bekannt ist. Hierbei erstarrt der Körper und die zur Verfügung gestellte Energie friert im wahrsten Sinne des Wortes im Muskel- und Bindegewebe (den sog. Faszien) ein. Dies kann eine effektive Möglichkeit des Überlebens sein, ist allerdings nur als kurzfristige Lösung sinnvoll. Im Tierreich kann beobachtet werden, dass Tiere, die bei (potentieller) Bedrohung in eine Erstarrung verfallen (Schockstarre), ihren Körper, sobald die Gefahr vorüber ist ausschütteln und somit die Energie "abzittern". Durch dieses Zittern wird die biochemische und neuromuskuläre Ladung aus dem Körper entladen, was zur spontanen Erholung von dem traumatischen Ereignis führt.
Anders als bei Tieren unterbrechen Menschen das in ihnen genetisch angelegte und unwillkürlich auftretende Zittern in oder nach einer stressauslösenden Situation oft absichtlich. Dies hat überwiegend erziehungs- und wertungsabhängige Gründe. So wird z.B. gesellschaftlich suggeriert, dass Angsthaben und Zittern ein Zeichen von Schwäche ist. Wenn sich der Körper nicht entladen kann und zusätzlich die stressauslösende Situation bestehen bleibt, erhöht sich die Ladung im Laufe der Zeit immer mehr, so dass die Energie, die das Nerven- und Hormonsystem permanent zur Verfügung stellt, im Muskel- und Bindegewebe gehalten wird. Folge davon sind chronische Spannungszustände, die oft nicht mehr wahrgenommen werden, da das System ja weiter funktionieren muss - ein Selbstschutz des Körpers, um zu überleben.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Stress und Trauma in erster Linie auf den Körper wirken und erst im weiteren Verlauf auf den psycho-emotionalen Bereich. Daher ist es nötig, körpertherapeutische Methoden zur effektiven Lösung von Stress und Trauma zu wählen.

Was hat das alles mit dir zu tun?

Wahrscheinlich eine ganze Menge, wenn Sie bis hierhin interessiert weiter gelesen haben. Die meisten Menschen unserer heutigen Leistungsgesellschaft sind mehr oder weniger großen Stresssituationen ausgeliefert, die unser Körper nicht ohne weiteres verarbeiten kann. Folge ist, dass das Nerven- und Hormonsystem ständig aktiv ist ("feuert"), um ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen, gleichzeitig kommt es oft nicht zur adäquaten Entladung der Energie. Das kann auch dazu führen, dass Sie gedanklich nicht abschalten und nicht zur Ruhe kommen.
Um nicht ständig "unter Strom" zu stehen, reguliert das Nervensystem den Körper immer wieder runter, ohne sich wirklich zu erholen und zu entspannen. Denn das System ist weiter auf "Hab-Acht-Stellung" eingestellt (Hypervigilanz). Es kommt zu einer paradoxen Situation, in der Bewegung und Entwicklung kaum möglich ist, vergleichbar mit einem Autofahrer, der mit einem Fuß das Gaspedal und mit dem anderen das Bremspedal bis zum Anschlag drückt.

Was hat das alles jetzt mit meiner Arbeit zu tun?

Sehr viel!
Die Form, in der ich Nuad betreibe, hat Tiefe. Eine Tiefe, die es möglich macht, in diese verkrusteten, alten Strukturen vorzudringen. Den Finger in die Wunder zu legen und damit dem Körper die Möglichkeit zu geben sich aus dieser Schockstarre zu befreien. Ich freue mich immer, wenn ich den Körper ins Zittern bringe. Was meine Klienten mitunter ein wenig verwundert (-:
Aber es ist mittlerweile Studien über Menschen mit Kriegstraumatisierungen, die durch das Zurückholen des Zitterns, durch das erneute Durchgehen durch diesen körperlichen Prozess, viel ihrer gestauten Spannung abbauen konnten.
Ebenso freue ich mich, wenn plötzlich Emotionen auftauchen. Wenn wie aus dem Nichts Tränen in den Augen stehen, oder Bilder im Inneren auftauchen. Dann weiß ich, wir haben einen Punkt erreicht. Einen wunden Punkt, der noch einmal beleuchtet werden wollte. Der seine Energie endlich loswerden darf und nicht mehr im Untergrund rebellieren muss, oder an allen möglichen und unmöglichen Körperstellen wie eine Alarmglocke um Aufmerksamkeit schreien muss.
Es sind kurze Momente. Kurz aber intensiv. Verwirrend aber entwirrend. Geladen aber entladend. Kein großes Drama aber eine große Erleichterung. Es bedarf auch nicht zwingend großer Worte, es ist ein körperlicher Prozess. Das gilt vor Allem dann, wenn schon psychotherapeutisch oder lebensberatend, also verbal, an Lösungen gearbeitet wurde.

Es bedarf allerdings jetzt doch vieler Worte um dir einen Einblick zu geben. Einen Einblick in einen Bereich meiner Arbeit, den ich über Alles schätze (-:

Hab eine wunderbare Zeit und spür dich!
Sending good vibes (-:

www.entspannung-im-hof.at

Dienstag, 9. Februar 2016

Fasten oder dein vollgestopfter Kasten



Heute ist Aschermittwoch. Das bunte Faschingstreiben hat ein Ende und die Fastenzeit beginnt. Die Vanillekipferl sitzen noch auf den Hüften, die geschlemmten Krapfen steuern den ein oder anderen weiteren Ring am Bauch bei. Die amüsiert genossenen Achterl Wein sorgen für ein bisserl Wasser in den Beinen. Vom Feeling her sind wir gerade mit dem Michelinmanderl verwandt (-;

Aber macht ja nichts, jetzt beginnt ja die Fastenzeit. Da werden sie schon purzeln, die Kilos. Ob christlich gläubig oder nicht, jetzt ist ein herrlicher Zeitpunkt um sich ein wenig zu kasteien. Im Kollektiv geht das immer leichter. Da sieht einem niemand schräg an wenn man kein Achterl mittrinkt, oder das Dessert verweigert.

Generell natürlich eine wunderbare Sache. Fasten befreit. Erwiesenermaßen Körper wie Geist. Vor allem dann, wenn man Zeit hat. Sich Zeit nimmt. Wenn man den Weg von schwarz auf weiß einschlägt, also von einem Extrem ins nächste hüpft passiert vor allem mal eines, der Körper hat Stress! Der Körper ist ein Gewohnheitstier und möchte bitte in Balance bleiben. Auch wenn die Denkbar ungesund ist. Zucker schafft Abhängigkeiten, ebenso Kohlehydrate. All die netten und wohlschmeckenden Alltagssünden verschaffen dem Körper kleine bis größere Rauschzustände und die will er bitte nicht aufgeben.

Was passiert also wenn wir ihn so plötzlich auf Entzug setzen? Er rebelliert. Aber dafür bekommt er jetzt eine schnelle Detoxkur. Grade hoch im Trend, geht schnell, kostet viel, wirkt also sicher Wunder (-; Daneben arbeiten wir auf Hochtouren, schlafen zu wenig und reduzieren nicht auf allen Ebenen. Im Endeffekt wird das Ergebnis eventuell kilotechnisch erwünscht, aber in Summe kein sonderlich befriedigendes sein. Denn ein sehr wichtiger Teil des Fastens wurde nicht mit einbezogen. Reinigung des Geistes. Dieser wunderbare weitere Effekt des Runterkommens, Klärens, wieder bei sich Ankommens hatte keine Chance. Das braucht nämlich Zeit und geht nicht so nebenbei mit einem Smoothie. Das versprochene innere Strahlen wird sich eher nicht zeigen und statt dem ebenso versprochenen wunderbaren Hautbild werden sich wahrscheinlich eher Hautunreinheiten zeigen. Wie gesagt, der Körper hat Stress. Auch der Kopf hat Stress, denn das Denken besteht jetzt für einige Tage oder Wochen vorrangig aus "ich darf nicht", "das Gift muss aus dem Körper". Auch etwas, das nicht sonderlich entspannt.

Ich finde fasten toll! Ich stelle nur in Frage ob diese momentan herrschende Entgiftungshype hält was man sich von ihm verspricht. Ob diese Enge im Denken, und Verbote sind eine enorme Enge, wirklich schafft den Kopf zu klären und den Horizont zu erweitern. Ob es wirklich notwendig ist, einen mehr oder minder gesunden Körper zu entgiften. Wir haben Organe die für derlei Prozesse zuständig sind und die arbeiten in einem soweit gesunden Körper auch ausreichend. Es wird ausgeschieden was ausgeschieden gehört, und behalten was notwendig und wichtig ist. Es macht für mich wenig Sinn, dem Körper Notwendiges in den Nahrung zu entziehen und dafür Spurenelemente zu sich zu nehmen.  Es macht auch wenig Sinn rigoros alles zu streichen. Und ich bin immer noch beim soweit gesunden Körper. Bei Krankheiten sieht es völlig anders aus. Nach langen Strecken von Medikamenteneinnahme hat der Körper maximale zusätzliche Belastungen und gehört natürlich unterstützt. Nach langen Strecken des nicht auf sich Achtens auch. Aber nicht in einer 3 oder 5 Tage Blitzkur.

Fasten ist eine Zeit des Aufräumens und Ausmistens. Ausmisten braucht Zeit. Wenn ich den Körper mit einem vollgeräumten Schrank vergleiche, werde ich beim Ausmisten auf Dinge stoßen, die ganz hinten oder unten liegen. Die ich dorthin verbannt habe, weil ich mich damit nicht oder noch nicht auseinandersetzen wollte. Weil ich noch nicht bereit war ihnen den würdigen Platz zu geben oder mich von ihnen zu trennen. So ist es auch mit dem Körper. Es werden Emotionen aufkommen, wenn ich ihnen den Raum gebe, sie aufkommen zu lassen. Emotionen, die ich nicht spüren will und wollte, die ich nach hinten geräumt habe, aber immer noch mit mir herumschleppe. Die werde ich nicht spüren wenn ich kurz im Kasten staubwische.

Nehmt euch Zeit! Seht euch an was sich in so in eurem Kasten tut. Was hab ich da, wie fühlt es sich an und vor allem: brauch ich es noch?

Dann wird auch der Kopf frei und es stellt sich dieses wunderbare Gefühl von Freiheit und Freigeist ein (-:

Gut ausmist!
www.entspannung-im-hof.at

Donnerstag, 28. Januar 2016

Der Kick für mehr Energie: Bitterstoffe





Egal mit wem ich in den letzten Tagen gesprochen habe, die Resonanz war: ich bin sooooooooo müde!
Da spielt das Wetter eine große Rolle, denn diese frühlingshaften Temperaturen sind zwar wunderbar, aber für unseren Organismus doch eine ziemliche Strapaz. Man hat das Gefühl vom Winterschlaf direkt in die Frühjahrsmüdigkeit zu gehen...wobei gehen ein viel zu dynamischer Akt ist. Dynamik ist zur Zeit für viele ein Fremdwort (-;

Was hilft?

Zum einen natürlich Bewegung, ausreichend Schlaf und frische Luft. Klar, das hilft immer (-; Zum anderen bewusste Ernährung. Der mitgetragene Winterspeck macht schon sehr bequem und wider Erwarten wärmt er auch nicht sonderlich, hilft uns also gar nicht (-;
Was aber wunderbar hilft sind Bitterstoffe. Bitter ist eine Geschmacksrichtung die einige nur im Campari oder Aperol tolerieren aber ansonsten nicht so wirklich lieben. Ich auch nicht übrigens. Außer im Kaffee, der ist aber für mich eine Aufwachnotwendigkeit (-;

Was macht bitter mit unserem Körper:
Bitterstoffe unterstützen die Verdauung, indem sie die Ausschüttung von Gallensaft fördern. Somit wird unsere Eiweiß-, Kohlehydrat- und Fettverdauung angeregt. Das klingt doch schon mal als würden wir das haben wollen (-; Dadurch wird die Blutbildung verbessert und die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen aus der Nahrung erleichtert. Bitterstoffe helfen, das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen. Was nach den Feiertagen so gar kein Fehler ist, denn Zucker übersäuert und der ist ja in den Keksen und Pünschen doch eher stark vertreten. Aber vor Allem helfen uns Bitterstoffe wenn wir uns ausgebrannt und antrieblos fühlen!

Wo finden wir Bitterstoffe?
Zum Beispiel in Artischocken, Rucola, Radicchio, Endivien, Kohlsprossen, Chicoree, oder auch in gelben Grapefruits. Bei denen ist allerdings Vorsicht geboten wenn du gerade Antibiotika nimmst.

Bitterstoffe wirken reflektorisch über das Geschmacksempfinden. Man muss bitter schon auch schmecken damit die Prozesse im Körper in Gang kommen. Deshalb macht es wenig bis keinen Sinn, sie in Kapselform einzunehmen. Man kann die Geschmacksnerven allerdings trainieren. Wenn du bitter, so wie ich, gar nicht magst, beginn mit kleinen Mengen. Du gewöhnst dich langsam an den Geschmack und im Idealfall magst du ihn irgendwann sogar (-;

Aber es wäre nicht mein Blog, wenns nicht auch unterstützende Kräuter gäbe.
Da ist zum einen die Wegwarte, der Bitterklee oder das Tausendgüldenkraut. Das sind allerdings Kräuter für die Fans von bitter.
Für Menschen wie mich empfiehlt sich eher Schafgarbe, Löwenzahn, Engelwurz, Kalmus, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse und auch Hopfen. Der übrigens auch noch herrlich beruhigend wirkt. Auch im Bier in Maßen, aber in die Richtung wollen wir ja jetzt gar nicht (-;

Wenn du dir in der Kräuterdrogerie deiner Wahl einen Tee aus Thymiankraut, Kamille, Ringelblume, Meisterwurz und einem Bitterstoff deiner Wahl mischen lässt, wirkt der Tee auch noch abwehrsteigernd. Das ist übrigens auch zu empfehlen wenn du gerade Antibiotika genommen hast. Dann ist dein Gedärm ohnehin grade völlig durcheinander und durch den Wind. Auch da helfen die Bitterstoffe um wieder Ruhe in deine Darmwindungen zu bringen.
Für die Wiener unter euch gibt's jetzt eine Kräuterdrogerieempfehlung: Anda's "die Kräuterdrogerie" in der Kochgasse im 8. Bezirk hat einfach alles was du brauchst um dich wohlzufühlen. Alle Kräuter, alles rundherum und supertolle Beratung. Meine wärmste Empfehlung an dieser Stelle! http://www.kraeuterdrogerie.at

Unterstützend kannst du dir auch noch einen Leberwickel machen.
Hast du gewusst dass die Temperatur in der Leber um ca 2 Grad höher ist als im restlichen Körper? Sie ist also immer recht beschäftigt um ihre Temperatur zu halten. Wenn du ihr jetzt also schon mit Bitterstoffen beim Entgiften hilfst, kannst du ihr auch noch die Heizarbeit abnehmen und sie kann zu ihrer Hochform auflaufen.
Du schnappst dir eine Wärmeflasche oder ein Kirschkernkissen und machst es so richtig warm. Wickelst sie in ein feuchtwarmes Geschirrtuch und das Ganze in ein trockenes Handtuch. Dieses Packerl legst du dir auf deiner rechten Seite unter dem Rippenbogen auf den Bauch. Dort wohnt nämlich deine Leber. Dann schnappst du dir eine vorbereitete Decke, legst die Beine hoch und hörst eine halbe Stunde lang Musik oder liest ein Buch.  Das dankt dir nicht nur deine Leber, das sorgt allgemein für Entspannung (-:

Bauchmassage auf meiner Matte ist natürlich auch maximal unterstützend. Ein bisserl zusammenräumen im Gedärm setzt oft sehr befreiende Prozesse in Gang. Da tauchen plötzlich Energien auf, von denen du gar nicht mehr gewusst hast dass sie in dir leben (-;

Das war die Anregung für deinen ganz persönlichen Frischekick. Hab eine wunderbare Zeit und vor allem, nimm dir Zeit für dich (-:

Namaste
Daniela

www.entspannung.im.hof.at

Donnerstag, 24. September 2015

Herbstzeit ist Hustenzeit



Der Herbst ist wunderbar! Die Natur färbt sich in alle Gelb- und Rottöne, die Kastanien sind reif und fallen mit den wunderschönen Blättern vom Baum. Aber nicht nur die Blätter fallen, auch die Temperaturen und unsere Abwehrkräfte sind mitunter ein bissal überfordert.
Wenn ich mich draußen so umsehe oder in der Ubahn umhöre kann ichs gut auf einen Nenner bringen: Wien hustet!


Darum möchte ich dir heute ein paar Punkte vorstellen, die dir helfen deinen Husten zu lindern (-:
Du musst sie natürlich nicht alle bearbeiten, such dir die sympatischsten raus und massier sie mal in aller Ruhe ... du wirst spüren ob es die richtigen für dich sind (-:


Punkte gegen Husten:

B13 ist ein Lungenpunkt,
er liegt einen Fingerbreit unter der oberen Spitze des Schulterblatts neben der Wirbelsäule. Er hilft nicht nur gegen Husten, er löst auch Verspannungen in den Schultern (-;


N27
wird auch die elegante Villa genannt und befindet sich in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins. Er löst Beklemmungen in der Brust, lindert den Husten und ist auch recht wirksam gegen Ängste.


Lu1
findest du im äußeren Brustbereichs, 3 fingerbreit unterhalb des Schlüsselbeins. Lindert auch Atembeschwerden, aber auch Anspannung und hilft auch gegen emotionale Belastungen.


Lu9 und Lu10
sind wahrscheinlich am leichtesten zu finden und zu drücken. Auch sie sind sehr hilfreich weil lösend. Lu10 lindert auch Beschwerden im Hals.




Kräutertechnisch kann Tee recht hilfreich sein:


  • schleimlösend: Thymian, Salbei, Löwenzahn, Huflattich, Lungenkraut, Fenchel, Eukalyptus und Anis



  • Hustenreiz lindernd: Isländisches Moos, Spitzwegerich, Efeu, Schlüsselblume und Königskerze


  • Ein weiteres Hausmittel von Oma ist der Kartoffelbrustwickel:

    Dazu einfach 2 kleine oder eine große Kartoffel kochen, in ein Baumwoll- oder Leinentuch ( Geschirrtuch oder Stoffwindel) einschlagen und zerdrücken. Unbedingt die Temperatur testen! Die Kartoffel sollen warm aber nicht heiß sein, sonst besteht Verbrennungsgefahr! Dieses Kartoffelpackerl legst du dir auf die Brust und fixierst es mit einem Tuch oder Schal und lässt es so lange auf dir liegen wie es für dich angenehm ist. Wirkt auch wunderbar gegen Halsschmerzen! Dafür solltest du es dir allerdings auf den Hals binden (-;


    Wenn sich so gar keine Besserung einstellt, bitte zum Arzt!


    In diesem Sinne, hab einen feinen Herbst und geniess die Buntheit der Natur (-:


    www.entspannung-im-hof.at





    Mittwoch, 2. September 2015

    September, Zeit der Einkehr und des Stresses (-:



    Noch ist ja Sommer, auch wenns heute in Wien schon mal sehr "herbstlt". Ein kleiner Vorgeschmack auf kommende Zeit in der die Kräfte wieder nach innen gehen. Ich mag das ja sehr gerne .. das bunte Laub, die überschaubaren Temperaturen .. alles deutet auf Rückzug. Aufs Besinnen nach Innen.

     Was auch wunderbar funktioniert sofern man keine Kinder hat, die gerade mit Kindergarten oder der Schule beginnen. Dann hat der Herbst eher etwas von Vollgas im Außen gekoppelt mit Aufregung und Ne...rvosität. Auf beiden Seiten. Eltern kämpfen mit Stundenplänen die täglich neu erfunden werden und Warteschlagen beim Heftkauf, Kinder kämpfen mit der neuen Situation und den vielen vielen Eindrücken. Das kann dann schon mal dazu führen dass der Bauch wehtut, die Haut juckt oder das Bett des nächtens nass wird, sofern Schlaf überhaupt möglich ist. Die vielen neuen Informationen wollen verarbeitet werden und das ist mitunter nicht so einfach.

    Dem Kind Ruhezeiten zu geben ist ein wunderbarer Ansatz, doch oft wuseln sie in diesen auch nur hin und her, weil sie so gar nicht wissen wohin mit sich.
    Was aber wunderbar hilft sind Körperlichkeiten. Dazu muss man jetzt keine Massageausbildung haben. Den Zwerg aufs Bett oder die Couch legen und die Zwergenfüsse massieren. Oder die Hände, den Kopf, den Rücken .. was auch immer sich gerade anbietet. Kinder zeigen intuitiv was sie brauchen. Es gibt natürlich auch sehr viele unterstützende Punkte für die diversen Situationen. Die können die Kleinen oder Kleingrossen bei Bedarf auch in der Schule drücken, wenns denn mal akut zu viel ist.

     Eine Sitzung dauert für Kinder in der Regel um die 45 Minuten, eine Zeit, in der Mama oder Papa entweder den Einkauf erledigen oder sich gemütlich in meiner Praxis in ein Buch vertiefen können. Ab und an finden wir sie dann auch schlafend vor, wenn der Zwerg und ich aus dem Behandlungsraum kommen (-;

    Termine sind übrigens auch Sonntag Nachmittag möglich, falls der Terminkalender unter der Woche schon wegen Überfüllung platzt!


    Hab einen wunderbaren September und ... schau auf dich (-:
    www.entspannung-im-hof.at

    Montag, 31. August 2015

    Das NEIN deines Körpers



    Burn out, posttraumatische Belastungsstörung, Depression ..
    Neben Rückenschmerzen vermutlich Volkskrankheit Nummer 2. Zumindest kommt es mir so vor. Egal wo man hinhört, jeder kennt jemanden oder ist selbst betroffen. Man hört dann Dinge wie "soll sich mal zusammenreissen", oder "früher hats das alles nicht gegeben", oder der/die hat eh so ein schönes Leben, viel weniger Stress als ich.."


    Jaja, im Außen wirkt oft alles wunderbar. Man tarnt als gäbs kein Morgen, versucht im Außen nicht zu zeigen wie sehr man innerlich angespannt ist. Versucht so gesellschaftskonform zu leben wie nur irgend möglich, niemand soll sehen wie es einem wirklich geht. Bis es irgendwann nicht mehr geht. Bis der berühmte Tropfen fällt, der das Fass zum Überlaufen bringt...


    Dann brechen plötzlich alle Dämme, man befindet sich im Tal der Tränen oder im Würgegriff der Panikattacken. Sichtbar für die Umwelt, sich schämend für die eigene Schwäche. Für ein "am Leben versagen". Und leben kann ja nun wirklich jeder, das ist ja jetzt keine so schwierige Übung *Ironie off*


    Aber was ist passiert?
    Wo hast du dich verloren?
    Wann hast du aufgehört dich zu spüren?


    Weißt du das noch? Weißt du noch, wann du begonnen hast nur noch zu funktionieren? Nur noch die Anforderungen die von Außen an dich gestellt wurden, zu erfüllen? Weißt du noch, ab wann deine Wünsche und Träume nicht mehr wichtig waren? Nicht mehr wichtig genug um Raum in deinem Leben zu haben. Genügend Raum um deine Batterien auszuladen. Genügend Raum um Luft zu bekommen. Wann hast du begonnen atemlos von einer Ecke in die andere zu hetzen...


    Es wird lange her sein ... sehr lange ... viel zu lange!


    Und jetzt setzt dein Körper Signale. Laute Signale, die du nicht mehr überhören kannst ... die leisen hast du ja wahr- aber nicht ernst genommen. Die immer wiederkehrenden Schmerzen, oder die schlaflosen Nächte. Die Atemprobleme oder diese "übertriebene" Empfindlichkeit. Das sind Dinge, die schafft man schon. Das ist normal, das gehört dazu ... das vergeht wieder ...


    Aber es sind Signale. Signale dass etwas nicht passt. Signale dass du deine Mitte verloren hast, weit aus dieser, deiner Mitte ins Irgendwo gerutscht bist. Ins Funktionieren .. bis du eben nicht mehr funktionierst. Ins Spüren im Außen .. bis du dich eben selbst nicht mehr spürst ...Oder eher viel zu sehr spürst, alles spürst, nur dich im Grunde nicht.


    Kehr zurück zu dir. Kehr zurück in deinen Körper. Gib dir wieder Raum in dir. Nimm dich ernst, nimm dich wahr ... trau dich, trau dich du zu sein. Trau dich deine Schattenseiten zu zeigen, deine Traurigkeit, deine Ratlosigkeit, dein nicht wissen wohin. Rechtfertige dich nicht .. sei einfach du, mit all deinen Facetten. Aber trau dich wieder, dich zu spüren (-:


    Atme .. atme wieder das Leben ein. Breitbeinig und bewusst! Mit erhobenem Haupt .. streck dich nach oben als würde es keine Grenze geben, heb die Arme und hol dir deine Kraft zurück (-:


    Und hol dir Hilfe. Sei es bei einer Freundin die das Tal der Tränen schon durchquert hat, in der Therapie, im Coaching oder auch bei mir auf der Matte. Spür rein in dich und hol dir was dir guttut!


    Fühl dich umarmt und gedrückt, du schaffst das!
    www.entspannung-im-hof.at









    Donnerstag, 27. August 2015

    Neues aus der Salbenküche



    Es gibt so Tage, da steht man in aller Früh auf und ist mit einer Idee schwanger. Einer Idee für eine Heilsalbe. Die will ich schon länger mal rühren, habe aber bis dato kein ansprechendes Rezept dafür gefunden. Das hab ich auch nicht gebraucht, denn heute morgen war klar was ich machen möchte (-:


    Wie es der Zufall so will, bin ich über Plai, den Thai Ginger drübergestolpert. Der an antiseptic ja kaum zu überbieten ist. Und da ich ja bei meinen Reisen immer alles mitnehme, von dem ich auch nur annähern annehme dass ich es mal gebrauchen kann, hatte ich Plai natürlich zu Hause (-: Also wurde in aller Früh ein warmer Ölauszug hergestellt. Auf ayurvedischer Basis, damits ein bisserl länger dauert und ich in Ruhe überlegen konnte was ich da jetzt noch alles hinzufüge. Baumharz war auch zur Hand, von den Pinien, die ich in Italien abgeklaubt habe und Neemöl zur Abrundung tut jetzt das Seinige dazu. Keine Chemie, nur Wirkung (-:


    Herausgekommen ist eine Salbe, die an Wirkkraft kaum zu überbieten sein dürfte. Sie duftet in jedem Fall schon so herrlich gehaltvoll und heilsam.


    I'm in love (-: