Montag, 8. August 2016

Was und wo bitte ist diese Mitte von der immer alle reden?




"Bleib in deiner Mitte", "Kümmere dich um deine Mitte", „Das tut deiner Mitte gut", "Du bist nicht in deiner Mitte"...
Sätze die du sicher schon hunderte Male gelesen hast, oder auch Sätze, die du selber gerne sagst wenn du unrund bist, dich unwohl fühlst. "Nicht in der Mitte sein" ist so ein Gefühl von neben sich stehen, sich nicht wirklich wahrnehmen und spüren können .. seinen eigenen Faden nicht finden, irgendwo am Weg ein bissl verkehrt abgebogen zu sein. Vielleicht hast du auch manchmal das Gefühl, du könntest verrückt werden. Dann bist du genau das – aus deiner Mitte ver-rückt.

Aber was bitte ist eigentlich diese Mitte?

Die Mitte ist in der asiatischen Medizin zum Beispiel das Element Erde. Dem Element Erde sind die Organe Milz und Magen zugeordnet, wobei man meist nur von der Milz spricht, wenn man dieses Organpaar meint. Beide Organe liegen in der Mitte des Körpers. Sie halten alle anderen Organe zusammen und nähren sie. Von ihnen geht alles aus. Deshalb nennt man sie „Mitte“.

Die Organe Milz und Magen nach der chinesischen Medizin entsprechen einem energetischen Konzept und haben nichts mit den Organen aus der westlichen Medizin zu tun. Sie stehen für den gesamten Verdauungsapparat. Dazu gehört auch das Gehirn, denn auch das verdaut, nämlich deine Gedanken!

Jetzt ist leicht zu erkennen, dass der Mitte die Emotion Grübeln zugeordnet ist. Wenn du zu viel nachdenkst und grübelst, verletzt du deine Mitte. Aber auch wenn du zu viel lernst, tut das deiner Mitte nicht gut. Zu viel Kopfarbeit schwächt! (nicht dass wir das nicht ohnehin wüssten (-; )

Der Aufbau und die Pflege der Energie der Mitte ist das wichtigste Prinzip in der asiatischen Medizin. Die Stärke der Mitte ist entscheidend für deine gesamte Gesundheit. Die Hauptfunktion der Mitte ist es, die Essenz der Nahrung in Blut, Qi und Säfte umzuwandeln und im ganzen Körper zu erteilen. Sie nährt also deinen gesamten Körper und alle Organe. "Wenn die Mitte stark ist, können 1000 Krankheiten geheilt werden" ist eine alte asiatische Weisheit .. und wie ich finde eine recht guter Ansatz (-:

Du spürst es wenn du in deiner Mitte bist. Alles geht leicht von der Hand, du bist im Fluss, entspannt .. easy going (-:

Was also tun um diese, deine Mitte zu stärken?

Von ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung abgesehen wäre es natürlich hilfreich Stress zu dezimieren. Was jetzt nicht die einfachste Übung ist wie wir wissen. Aber es ist möglich. Gönn dir deine Auszeiten! Gönn dir Dinge und Aktionen die dich abschalten lassen. Nimm dich aus deinem Hamsterrad und sei es nur für eine oder zwei Stunden. Stell dich ein bissl neben deinen Wahnsinn und lass ihn alleine herumwurschteln für diese Zeit. Wenn gar nichts mehr geht, du weisst wo meine Matte wohnt (-; Ich begleite dich gerne durch diesen, deinen Prozess. Gemeinsam finden wir sie sicher wieder ... deine Mitte (-:

Mittwoch, 20. Juli 2016

Was Wasser für deine Entspannung tun kann



Urlaub am Meer ist nicht nur für uns Stadtkinder etwas Besonderes. Urlaub am Meer, oder auch am Fluss oder einem See hat eine ganz besondere Wirkung auf deine Seele und Psyche.
Dass Wasser ein überlebensnotwendiges Element ist ist klar. Aber was hat Wasser mit Entspannung zu tun?

Im Feng Shui symbolisiert Wasser den Norden und somit deinen Lebensweg. Wasser fließt und nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Wasser trägt und Wasser reinigt. Wasser erfrischt und erneuert alles Leben. Es symbolisiert den Lebensabend und dessen Weisheit, mit der man hinter die Dinge schaut. Das beharrliche Fließen des Wassers, das so alles störende eliminiert bezwingt und dabei Berge versetzt, sind Qualitäten des Wassers. Die Wasserenergie steht für Betrachtung, Lageerfassung, Ruhe – Austausch, Beweglichkeit, Tiefe, Beruhigung.

Wenn ich am Meer bin und am Abend am Steg sitze, die Füße baumelnd ins Wasser halte, macht das mit mir enorm viel. Da spüre ich eine tiefe Ruhe, die ich in der Stadt nur sehr sehr selten finde, aber warum ist das so?

Tim Schlenzig hat es wunderbar in Worte gefasst indem er aus einer Studie vom Meeresbiologen Dr. Wallace J. Nichols zitiert:


1. Wasser entspannt den Geist

Tagein, tagaus überfluten uns Informationen. Vor allem sinnlose und unwichtige. Am Wasser zu sein befreit unser überfordertes Gehirn von dieser Überstimulation.
Zum einen, weil dort visuell und akustisch zwar etwas passiert – die Wellen bewegen sich und platschen – aber eben weniger und einfacheres als in der hektischen Stadt, in einem Gerümpelzimmer, am Computer oder vorm Fernseher, wo unsere Augen und Ohren Tausende von Details verarbeiten müssen.
Zum anderen wegen der Farbe Blau, die für uns Menschen eine ganz besondere Rolle spielt. Marketingpsychologen haben schon vor Jahrzehnten erforscht, wie uns Blaues anzieht, weil es Ruhe auslöst, Heilung begünstigt und Gefühle von Offenheit, Tiefe und Weisheit sowie Zufriedenheit mit dem Moment hervorruft.

2. Wasser versetzt uns in einen meditativen Zustand

„Der kleine Torben möchte im Smaland abgeholt werden, so die Durchsage im Ikea. Aber ich, der kleine Tim, möchte nicht vom Strand abgeholt werden. Ich könnte stundenlang dasitzen und einfach auf den Fluss oder den See oder das Meer schauen, die Bewegungen verfolgen, die uns auf so sanfte Weise faszinieren (Psychologen sprechen im Gegenzug von „harter Faszination“, wenn wir zum Beispiel einen Actionfilm schauen oder Videospiele spielen).
Nachweislich bringt uns das ohne Mühe in einen Zustand der Meditation, von Fokus und Achtsamkeit. Und das wiederum verringert den Stress, befreit uns zumindest von milden Formen von Angst, Depressionen und Schmerzen, bringt uns mentale Klarheit und lässt uns hinterher besser schlafen.

3. Wasser lässt uns verbunden fühlen

Während wir uns am Wasser aufhalten und in einen erholsamen, versunkenen Zustand gelangen, treten oft besondere Emotionen auf. Wir staunen und atmen die Weite ein. Wir fühlen uns verbunden mit uns selbst wie auch mit der Natur; mit etwas, das ewiger und größer ist als wir selbst. Das gibt uns Kraft und neues Vertrauen.
„Wasser verschiebt unsere Wahrnehmung vom Getrennt-Sein zum Eins-Sein, vom Ich zum Wir“, schreibt Nichols. Ein Grund, so der Autor, warum romantische Momente wie Picknicks, Verlobungen, Hochzeiten nicht nur in Filmen so gern an Ufern stattfinden.

4. Wasser macht uns kreativer

Durch den Entzug vom Übermaß an Informationen wechselt unser Gehirn in das sogenannte Default Mode Netzwerk („Ruhezustandsnetzwerk“), eine Gruppe von Hirnregionen wird aktiviert, sodass wir unsere Gedanken besser schweifen lassen, tagträumen und fantasieren können. Das Gehirn verarbeitet Erfahrungen und knüpft neue, unerwartete Verbindungen – was extrem wichtig ist für Kreativität.
Sogar die Schmalspur-Variante des Wassers ist förderlich. „Die Dusche“, so Nichols, ist „ein guter Vertreter für den Ozean“. Eine Art Mini-Urlaub.
„Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche“, sagt zum Beispiel Regisseur Woody Allen. Und bestätigt damit, was viele von uns schon erfahren haben: Beim Duschen kommen oft neue Ideen und „Jetzt-hab-ich’s!“-Momente. Denn auch dort entziehen wir uns für einen Moment den Botschaften, die sonst ununterbrochen auf uns einströmen.

Das mit der Dusche unterschreib ich übrigens vollinhaltlich. Um einen Gedanken zu Ende zu denken eignet sich duschen so gar nicht. Denn irgendwie weiß ich meist danach meist nicht mehr was ich davor tun wollte. Aber das ist ja der Zustand den wir bei der Entspannung erreichen wollen. Raus aus dem Gehirnkreisel..den roten Faden mal loslassen und die Perspektive wechseln (-:

In diesem Sinne, wünsche ich dir Wasser..viel viel Wasser dass dich ein wenig durchs Leben trägt und dir deine Entspannung bringt!

Hab einen wundervollen Sommer (-:

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Dienstag, 12. Juli 2016

Welche Rolle spielt Zeit beim ganzheitlichen Arbeiten?



Wie wichtig ist der Zeitfaktor bei einer ganzheitlichen Sitzung?

Wenn mich Klienten kontaktieren die noch nie bei mir waren, sind sie immer sehr erstaunt darüber, die Uhrzeit das Termins recht frei wählen zu können. Warum ist das so?

Das liegt nicht daran, dass ich alle Zeit der Welt habe. Ich habe auch nicht mehr oder weniger als du, aber ich weiß was "Zeit nehmen" für Auswirkungen auf die Qualität meiner Arbeit hat. Darum gibt es bei mir keine Uhr und ich arbeite nur mit 2 Klienten am Tag. (-:

Ich denke dass Ankommen mal sehr wichtig ist. Das ist je nach Persönlichkeit recht verschieden. Einige wollen mal gemütlich sitzen und besprechen was denn gerade so zwickt, andere ziehen sich quasi schon beim Reinkommen um und liegen bei 3 auf der Matte. Manche besprechen ihre Themen während der Sitzung, andere wieder wollen während dessen gar nichts hören und sehen...bis denn dann ein Punkt auftaucht, der bewegt.

Es sind die Punkte im und am Körper, die getriggert sind. Die voll des Lebens sind, gelebtem Leben, unbeachtet, zur Seite geschoben, wegignoriert, nicht aufgeräumt. Das sind die Punkte die Probleme machen .. und die zeigen sich nicht zwingend gleich zu Beginn einer Sitzung. Selbst dann nicht, wenn man weiß worums eigentlich geht. Es braucht Zeit, Dinge brauchen Zeit und Öffnung braucht Zeit. Und es braucht Vertrauen.

Deshalb dauert eine Sitzung bei mir solang sie dauert. Sie dauert so lange, bis der oder die Punkte bearbeitet sind. So lange, dass nach der Arbeit auch noch Zeit ist um den Körper wieder zur Ruhe zu bringen. Oder auch so lange, dass Aufgekommenes noch in Ruhe besprochen werden kann. In wirklicher Ruhe. Da wartet draußen nicht schon der nächste Klient und möchte dass ich wirklich dabin, wirklich zuhöre und mich wirklich einlasse.

Ich bin kein Wunderwuzzi (-; Ich kann nicht innerhalb weniger Minuten zwischen den Themen der einzelnen Klienten switchen. Und ich "fahre auch nicht einfach Programm". 3 mal da drücken und 4 mal dort, energiebahn fertig, ist nicht so mein Thema (-; Und ich glaube auch nicht dass ein "da machen wir das nächste mal weiter" so richtig funktioniert. Dinge und Themen wollen bearbeitet werden, wenn sie sich zeigen. Soweit fertig bearbeitet wie es denn in diesem Moment möglich ist. Das heißt nicht dass sie danach automatisch weg sind. Sie kommen nicht plötzlich , auch wenn es oft den Anschein hat als wäre das so, und sie gehen ebensowenig plötzlich. Es ist wie bei einer Zwiebel. Abtragen .. Schicht für Schicht. Achtsam und ohne Zeitdruck!
Irgendwann gelangt man ins Innere, zum Kern der Sache .. und auch der will sich in aller Ruhe öffnen können.

Ich denke Zeit ist ein ausschlaggebender Faktor, drum nehm ich sie mir gerne (-:

Nimm dir auch du Zeit für dich. Gib dir Zeit für dich und deine Themen .. schau auf dich und tu dir Gutes!

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Montag, 11. Juli 2016

Die Königskerze und die schmerzenden Nerven




Weils gerade eh viel zu warm zum Arbeiten ist, gibt's wieder mal ein paar Zeilen, diesmal über die Königskerze.
Die steht übrigens gerade in voller Blüte und ist mannigfaltig einsetzbar. Mich interessieren allerdings vorrangig die Blüten. Ein Ölauszug aus Königskerzenblüten sollte in keinem guten Massageöl fehlen, da es gegen Nervenschmerzen hilft (-:

Diese Blüten sind wunderschön aber auch ziemliche Mimosen. Entweder gleich ins Glas geben und hochwertiges Öl drüber gießen, oder zügig im Schatten trocknen, da sie recht schnell zu schimmeln beginnen. Dann war die ganze Arbeit umsonst.. und ich schwöre, das sammeln dieser kleinen Blüten ist Arbeit!

Legst du die Blüten in Alkohol ein (es reichen 40%) zauberst du daraus eine Tinktur die gegen Husten hilft. Blüten ins Glas, Alkohol darübergiessen bis alle Blüten gut bedeckt sind, Deckel zu und ab ans Fenster. Hell, aber nicht in die Sonne stellen. Das mögen die wenigsten Blüten. Johanniskraut ist da eine der wenigen Ausnahmen, das braucht die Sonne um zu "erröten" (-;


Die Königkerze ist übrigens auch eine Wetterstation (-: Neigt sich der Blütenstängel der kleinblütigen Königskerze nach Westen kommt Regen. Zeigt er nach Osten, wird es ein sonniger Tag. Die Ringelblume schliesst übrigens ihre Blüten vorzeitig, wenn sich die Luftfeuchte vor einem Schauer erhöht. Aber das ist wieder ein anderes Thema, wenn auch mindestens genauso heilkräftig (-:

Hab einen sonnigen Tag und wenn du kannst, genieß die Hitze (-:

Montag, 27. Juni 2016

Was Rückenschmerzen mit den Beinen zu tun haben können



Du hast Probleme mit deinem Rücken, gehst zum Arzt und er findet keinerlei körperliche Erklärung. Es zeigt sich nichts, das deine Schmerzen erklären könnte und schon fällt das Wort Psychosomatik.


Psychosomatik ist an sich ein wunderbares, ganzheitliches Wort das impliziert dass körperliche Symptome nicht zwingend körperliche Ursachen haben müssen. Ich bin begeisterte Anhängerin der Thesen von körperlich / psychischem Zusammenspiel. Stress hinterlässt Spuren im Körper. Kleine getriggerte Inseln die sich auch nicht von selbst auflösen sobald der Stress ein durchlebter ist. Diese körperlichen Inseln bilden sich aber nicht zwingend dort, wo dann auch der Schmerz zu Hause ist. Und nicht immer sind diese Inseln Auslöser für den gerade erlebten Schmerz.


Ich hatte gestern eine Klientin mit Rückenschmerzen, deshalb auch das Beispiel. Es könnten auch Nackenschmerzen sein, oder Kopfschmerzen. In diesem Fall wars der Rücken. Und ja, sie hatte Stress, wie wir alle Stress haben wenn wir unser Leben halbwegs bewusst leben und unsere Träume und Wünsche in die Realität umsetzen wollen. Sie hatte Stress, der weit über dieses normale Level hinausging und sie hatte Rückenschmerzen. Wenn ich es jetzt aus rein psychosomatischer Sicht betrachten würde, müsste ich hergehen und sagen "Ok, du hattest zu viel Last auf den Schultern oder ein zu schweres Kreuz zu tragen". Das hat natürlich seine Berechtigung. Es ist oft eine zu schwere Last die einen Menschen geknickt gehen lässt und so in der Konsequenz zu Schmerzen führt. Aber hier darf man noch nicht aufhören zu denken. Hier darf man nicht aufhören den Körper zu betrachten und sich hineinzuspüren.


Rückenschmerzen kommen nicht von ungefähr. Sie haben ganz gerne ihre Ursache in den Beinen oder auch an den Füssen. Ich vergleiche die Beine und Füße gerne mit dem Fundament des Hauses. Wie stabil ist ein Haus das auf einem wackligen Fundament steht? Wenn der Keller vor sich hinbröckelt .. wie wahrscheinlich ist es dann dass ich Risse in den Wänden im Obergeschoß habe?


So verhält es sich auch mit dem Körper. Wie gerade stehe ich wenn ich ein Sprunggelenk habe dass ich nicht belasten möchte? Wie gehe ich wenn ich dieses Gelenk schone? Ich gehe schief und ich gehe verspannt. Damit beginne ich nach der Verletzung dieses Gelenks. Ich will es ja schonen. Wenn ich es belaste tuts weh, also belaste ich es nicht mehr. Der Körper ist ein "Gewohnheitstier" und ehe ich Schonhaltung richtig schreiben kann, bin ich in dieser. Automatismen findet der Körper nämlich super, die behält er liebend gern gleich mal bei. Jetzt schone ich also mein Gelenk und bin natürlich mit dem "Rest des Körpers" ( also mit Allem außer diesem Gelenk) nicht mehr in der Balance. Irgendwann tut mir dann der untere Rücken weh ... ich geh zum Arzt und der findet wahrscheinlich am Rücken nichts... Die Verletzung am Sprunggelenk oder Knie ist aber schon ein langes Weilchen her, drum erwähne ich sie nicht. Ich denke nicht mal daran, weils ja um den Rücken geht ....


Und nein, es ist nicht immer ein Gelenk am Bein schuld wenn der Rücken schmerzt. Aber es lohnt sich mal genauer hinzusehen, hinzuhören und hinzuspüren. Genauer im Sinne von ganzheitlich. Das bedingt Zeit. Zeit die wir kaum noch haben und die wir uns auch kaum noch nehmen. Aber das ist Zeit, die wirklich wichtig ist. Meine Klienten sind zu Beginn auch oft mal irritiert weil ich keine genauen Zeitangaben über die Länge der Sitzung abgeben kann und möchte. "Eine Stunde Rückenmassage" könnte ich natürlich anbieten, aber was hilfts, wenn der Rücken entspannt ist und der Körper weiterhin in der Schonhaltung bleibt. Kurzfristige Besserung, ja .. aber ist es das wo wir hinwollen? Und ja, ich weiss, es ist irritierend wenn der Rücken schmerzt, aber der Bereich um das Knie behandelt wird ... aber das Fundament des Hauses und so (-; Und dazu gehört der ganze Körper inclusive seinem Innenleben. Ganzheitlich!

Nuad und auch die anderen alternativen, ganzheitlichen Methoden ersetzen niemals den Besuch beim Arzt! Abklärung der Schmerzen vorab ist die Basis einer gesunden und wirksamen Arbeit. Aber wenn die Schulmedizin nicht weiter weiß oder als begleitende Massnahme wirken sie einfach wunderbar (-:

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Mittwoch, 22. Juni 2016

Familiengeheimnisse und ihre Auswirkungen






Was macht ein Familiengeheimnis mit einem familiären System? Können Themen die wir nicht selbst erlebt haben, kräftig genug sein um unsere Leben immer wieder aus den Angeln zu heben? Welche Auswirkungen haben Großmutter oder Großvaters Erlebnisse auf mein Leben?

Kein Thema das beim Lesen wohlig warme Gefühle hervorruft, aber eines, mit dem ich täglich zu tun habe. Nicht nur weil es auch in meiner Familie Thema ist, zieht es sich wie ein roter Faden durch meine Arbeit. Ich beschäftige mich seit Jahren mit Familiensystemen und kann nur bestätigen was in diesem Artikel (den ich unten an den Blog anfüge) beschrieben wird. Es gibt Themen, die sich über Generationen weitervererben. Manchesmal lassen sie eine Generation aus, was das ganze noch ein wenig undurchsichtiger macht, aber sie sind da. Sie äußern sich mannigfaltig, gerne zeigen sie sich über Süchte, Ängste oder auch über die Kunst. Die Kunst ist  zum Beispiel eine offene Wunde. Auch Krankheit kann ein familiäres Thema sein, ebenso wie Depressionen. Sie suchen sich ein starkes Ventil. Eines das man nicht übersehen kann, eines das man nicht nicht spüren kann... Und eines eint sie, sie machen Druck!

Wenn ein Mitglied der Familie ein Trauma erlebt hat und nicht die Möglichkeit hatte dieses zu bearbeiten, poppt es generationsübergreifend so lange auf, bis jemand hinsieht und sich dem Thema widmet. Es geht gar nicht darum dieses Thema dann durchzuhecheln bis zum Erbrechen, es geht auch nicht um Schuldzuweisungen und im Grunde geht es auch nicht darum zu verstehen. Es ist nicht immer schlüssig was sich da so zeigt wenn man daran arbeitet. Oft tauchen Bilder oder Emotionen auf die nicht wirklich zuordenbar sind. Es ist auch schwer, Dinge zu verstehen, die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Dennoch sind sie da und wollen gesehen werden. Wo Licht ist, ist Schatten und diese Schatten rotieren. Sie rumoren so lange, bis sie jemand sieht. Sie gebührend beleuchtet, dann finden sie ihre Ruhe.

Wenn du unter diffusen Ängsten leidest, ausgegrenzt bist, dich nicht aus deinem Hamsterrad bewegen kannst, Sich Dinge in deinem Leben immer wieder wiederholen, du gar nicht weiterkommst .. denk mal an einen Blick zurück zu werfen. Zurück in deine Vergangenheit. In deine und in die deines Systems. Kann durchaus sein dass dort Teile von dir wohnen die darauf warten von dir abgeholt zu werden. Damit du ganz werden und ganz in deine Kraft gehen kannst (-:

Schau auf dich, schau auch in dich und trau dich dich zu spüren (-:

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http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43986

Sonntag, 19. Juni 2016

Kräuter der Sommersonnwende, Bedeutung, Wirkung und Rituale



Am 21. Juni wird Sommersonnwende gefeiert. In unseren Breitengraden nicht so ausführlich wie in den eher nordischen Ländern wie zum Beispiel Schweden. Das hängt damit zusammen dass wir hier die Auswirkungen des längsten Tages des Jahres weniger spüren als die Nordlichter. Nichtsdestotrotz ist es für Menschen die mit Pflanzen zu tun haben eine wichtige Zeit. Ich persönlich finde ja besonders schön, wenn zur Zeit des Sonnenfestes auch noch der Vollmond am Himmel steht. Das heißt die Pflanzen sind in voller Kraft und das spürt man (-:

Aber welche Kräuter sind denn jetzt diese besonderen Sonnwendkräuter, die auch Johanniskräuter genannt werden? Die, aus denen im Norden jetzt Blütenkränze gebunden oder Blütenteppiche gestreut werden um die Götter zu ehren? Wusstest du übrigens dass der 24. Juni, also der Johannistag auch der Glücksgöttin Fortuna gewidmet ist? Fortuna, herrscht über Glück und den Zufall. Sie wurde ursprünglich als dreifache Schicksalsgöttin gesehen. Sie bringt Chancen und ist somit auch sehr gut mit Wunschzauber um Mittsommer zu verbinden, besonders, wenn wir uns unangenehme Angewohnheiten oder Kummer und Ärger beim Feuer entledigen wollen. Na wenn das kein guter Zeitpunkt für reinigende Räucherungen ist weiß ich auch nicht (-;

Aber nun wirklich zu den Kräutern, auch wenns noch so fein ist über die Rituale zu schreiben:

Johanniskraut
ist wohl DIE Pflanze wenn es um Mittsommer geht. In Wales galt sie als "Heilige Pflanze", die Schotten warfen sie ins Mittsommerfeuer. Über Türen und Häuser gab sie Schutz wie das Eisenkraut. Es heißt, sie seien mit der Kraft der Sonne gefüllt und sollten zur Mittagszeit an Mittsommer geerntet werden, um die stärkste Sonnenkraft zu enthalten.
Johanniskraut wird auch oft in Bezug zur Liebe benutzt. Als Heilkraut wirkt es nervenberuhigend und bringt Licht in die Seele. Bitte Vorsicht in Schwangerschaft und Stillzeit! Ebenso bei Einnahme hormoneller Verhütungsmittel! Johanniskraut kann auch die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Ich empfehle Rotöl am Abend anzuwenden. Sicher ist sicher (-:

Kamille
darin sahen die Nordvölker das Antlitz des Sonnengottes Baldur und nannten es Baldurs Braue. Als "Mutterkraut" reinigt man damit das Wochenbett.

Quendel
ein "Frauenkraut" der Freya geweiht, wurde im Wochenbett unters Kopfkissen gelegt. Auch "Seelchen der Mutter“ genannt

Beifuss
das heilsame, "heiße" Kraut, ein Frauenkraut, in welchem die Göttin Artemis, anwesend sein soll. Ins Feuer geworfen, entsteht eine violette Lohe, durch die man springen konnte.

Arnika
wurde um die Felder gesteckt, um diese vor bösen Dämonen zu schützen und damit die Kraft des Kornes nicht schwand. Auch ein sehr stark wirksames und von mir geliebtes Heilkraut!

Ringelblume
auch Mariengold oder Sonnenbraut genannt. Einst der Freya geweiht, wurde es bei Liebeszaubern verwendet. Mädchen säten es in die Fußspuren ihres Geliebten, damit diese zu ihnen kommen. Ein Pflanze die an breitbasiger Heilwirkung kaum zu überbieten ist. Und dabei ist sie auch noch wunderschön (-:

Holunder
der Göttin Holle geweiht und mit der Liebe in Verbindung gebracht. Der Holdertag, ein weiterer Name für Mittsommer ist ein traditioneller Tag um Holunderküchlein zu backen. Er gilt auch als Apotheke des Bauern. Sowohl Blüten als auch die folgenden Beeren sind für die Hausapotheke unabkömmlich.

Margerite
vor allem eine Orakelblume "Er liebt mich, er liebt mich nicht", unter das Kopfkissen gelegt, träumt man von seinem Zukünftigen. Hat damit schon jemand Erfahrung? (-;

Eisenkraut
gilt als ein heiliges Kraut und steht für Heilung. Es verleiht die Gabe Dinge in einem klaren Licht zu sehen und repräsentiert ebenfalls die Sonne auf ihrem höchsten Stand. Es wird als Schutz gegen den bösen Blick aufgehängt. In Spanien wird der Mittsommervorabend "Nacht der Verbena" genannt. Es heisst, dass im Eisenkraut, der Gefährte der Göttin als Donner anwesend ist. Aus diesem Grund wurde das Kraut rund um das Feld gesteckt, um vor dem Donner zu schützen. Die Schmiede nutzten das Eisenkraut zum Härten und es sollte die Liebe zum "Glühen" bringen. Den Männern in den Liebestrank eingeträufelt, sollte ihr bestes Stück "härten".

Schafgarbe
die "Augenbraue der Venus" gehört ebenfalls zu den Frauenheilkräutern und steht entsprechend mit Liebesgöttinnen in Beziehung.


Übrigens: Farnsamen die am Abend der Sommersonnenwende gesammelt werden, konnten unsichtbar machen. Wenn man sie um die Augen reibt, lassen sie uns das Feenvolk erkennen. Jetzt ist aber wirklich Schluss mit Mystik (-:

Happy kräutersammel und ebenso happy räucher! Habt es fein ihr Lieben (-: