Sonntag, 20. November 2016

Wenn Teile des Körpers nicht zur Ruhe kommen...



Ein wichtiger Teil meiner Arbeit körperorientiert systemisch. Für mich ist das Zusammenspiel von Körper und Psyche ein völlig logischer. Wer mich kennt oder meine Blogs liest, weiß dass sich dieses Thema wie ein roter Faden durch meine Arbeit zieht. Wenn ein Körperteil zu rebellieren beginnt und es keine direkte Ursache wie z.B. Unfall gibt, hats was in der Seele. Da ist irgendwann mal irgendetwas passiert, das nicht verarbeitet wurde oder werden konnte. Seele und Körper merken sich das..und drängen immer wieder darauf hinzusehen. Es anzunehmen .. zu akzeptieren.

Als ich gestern in der aktuellen Psychologie heute geblättert habe, ist mir ein Artikel einer deutschen Psychotherapeutin in die Hände gefallen, die zu dem Thema folgendes schrieb:

Zum Verständnis und weil ich nur aus dem Text zitieren möchte: es handelt sich um einen Mann, der in der Kindheit einen Sportunfall hatte, sich dabei die Hand gebrochen hat und danach dem Hohn des Vaters ausgesetzt war. Nach dem Motto "Wie kann man so ungeschickt sein". Im Erwachsenenalter begann in Stresszeiten immer wieder die Hand zu rebellieren an und man fand schulmedizinisch natürlich keine Ursache dafür. Irgendwann ist er in der Psychotherapie gelandet .. ein Weg, der immer sehr lange dauert, weil schulmedizinisch ja kein Zusammenhang zwischen einem funktionierenden Körperteil oder Organ und der Psyche besteht...

Zitat aus dem Artikel:
"Die Chronifizierung des Schmerzes nach dem Sturz wird für mich jetzt erklärbar: Der Handgelenkbruch den Conrad im Alter von 10 Jahren erleiden musste, hatte zusammen mit den erlebten Kränkungen des Vaters ein Schmerzgedächtnis entstehen lassen. Beim Schmerzgedächtnis handelt es sich um Veränderungen im Gehirn. Veränderte Nervenzellschaltungen sind als Folge früher erlebter Schmerzen ( und der damit eingehenden Gefühle wie Angst, oder Qual ) entstanden und bilden die Basis einer gesteigerten Schmerzsensibilität. Bereits harmlose Reize wie die durch den Sturz entstandenen leichten Beeinträchtigungen haben zusammen mit der erlittenen Kränkung eine Stelle nicht bekommen zu haben, Conrads Schmerzgedächtnis aktiviert."

Die Folge war ein immer wiederkehrender Schmerz an der Hand .. ohne erkennbare Ursache im heute und im Außen. Das Schmerzgedächtnis kann man zwar nicht völlig auslöschen, aber man kann es beruhigen. Und dann kehr wieder Ruhe ein im Körper .. weil ja nichts mehr rebellieren muss das gesehen ist. Man nimmt dem kleinen Rebell quasi die Nahrung. Und dann wird's fad für ihn und er läßts bleiben (-; Hans Peter Hepe, bei dem ich eine Ausbildung genießen durfte geht sogar noch einen Schritt weiter und meint "Krankheit hat immer ein Gesicht". Ich gebe ihm da recht, und es ist nicht das Gesicht das man morgens beim Zähneputzen im Spiegel sieht! Alles sehr komplex und dennoch herrlich logisch (-:

Hab einen feinen Tag, tu dir gutes und wenn der Rebell auftaucht, trau dich hinzusehen (-:

Daniela
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Sonntag, 13. November 2016

Zeit, es geht oft nur darum dir Zeit zu nehmen und zu geben



Kürzlich kam eine Klientin zu mir, die schon des Öfteren bei mir in der Praxis war. Der Termin war schon länger gebucht und kein akuter. Ich habe sie ein paar Tage zuvor zufällig auf der Straße getroffen und wusste dass es ihr generell gerade sehr gut geht. Sie ist eine von denen, die ihr Leben nimmt wie es kommt und keinerlei Veränderung scheut. So saß sie dann bei mir und meinte "du wirst mich jetzt für verrückt halten .. wobei..nein, du kennst mich eh..aber ich habe mir heute morgen überlegt .. was brauch ich von Daniela ... ich glaub' ich möchte einfach reden und hätte gerne Ohrenkerzen danach"
Nuad hätte auch aus meiner Sicht nicht sonderlich gepasst, ich fand den Vorschlag wunderbar (-: Also gabs statt dem üblichen Glas Wasser mal eine Tasse Tee und ein Gespräch das recht bald sehr in die Tiefe ging. Themen aufzeigte, aber keinerlei Handlungsbedarf erkennen ließ. Da eckts, das würd ich im Aug behalten, dort eckts ein bissl, das kann sie sich mal anschauen... sehr gemütlich, offen und ehrlich. Einfach fein (-: Wenn Handlungsbedarf erkennbar gewesen wäre, hätten wir auch direkt daran arbeiten können, sei es mit einer kleinen Aufstellung oder einem Coaching. War aber nicht .. alles im Flow und die Ohrenkerzen danach haben diese Sitzung wunderbar abgerundet. Wir wussten beide nicht wie lange es dauern wird .. aber wir haben uns die Zeit gegeben (-:

Das funktioniert natürlich nicht immer. Wenn man innerlich rotiert und sofort, oder gestern ein Ergebnis sehen möchte ist es grundsätzlich verkehrt sich dem Thema so zu nähern. Aber es ist eine Möglichkeit. Es war ihre Zeit, ihr Wunsch, ihr Gefühl was sie braucht und möchte, dem wir nachgegangen sind.

Denn es ist deine Zeit bei mir. Du spürst am besten was du brauchst. Manchesmal ist es mir klarer, dann werden wir einen kleinen Umweg gehen, aber es geht um dich und deine Bedürfnisse. Es muss nicht immer der direkte und körperliche Nuadweg sein, so sehr ich ihn liebe. Manchesmal brauchts was ganz anderes, dann machen wir eben das .. es geht um dich!

Schau auf dich .. tu dir Gutes und hab dich lieb!

Daniela

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Dienstag, 1. November 2016

Magnesium, Müdigkeit hat einen Namen



Wer mich kennt, weiß dass ich keine Freundin der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bin. Viel zu oft werden kreuz und quer irgendwelche Vitamine und Spurenelemente eingenommen weil sie gerade durch die Medien geistern und als Wundermittel angepriesen werden. Sie sollen die Müdigkeit vertreiben, den Stoffwechsel anregen und uns wie runderneuert fühlen lassen. hmmmm...nun ja.....

De facto ist es natürlich so dass ein Mangel eines Minerals oder Spurenelements definitiv dafür sorgt dass wir uns unwohl fühlen. Sei es Vitamin D, das "Sonnenvitamin" das eigentlich ein Hormon ist oder eben Magnesium, über das ich gerade schreibe (-:

Was ist Magnesium?
Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe in unserem Körper. Fehlt Magnesium, kann es zu zahllosen Fehlreaktionen und Fehlfunktionen kommen – einfach deshalb, weil Magnesium an derart vielen Prozessen im Körper beteiligt ist. Es wird allerdings nicht vom Körper selber produziert! Da ist er angewiesen auf Hilfe von außen. Du kannst jetzt natürlich Unmengen an Sesam, Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Bananen, Amaranth und Quinoa essen und dazu Kakao trinken. Tendentiell werden wir das im Alltag aber eher nicht machen (-;

Wie wirkt sich ein Mangel an Magnesium im Körper aus?
Da Magnesium an so vielen Abläufen im Körper beteilig ist, macht sich ein Mangel an allen möglichen Ecken und Enden bemerkbar. Das beginnt bei Muskelkrämpfen, geht über permanente Müdigkeit bis hin zu Schlafstörungen, Ängsten, Taubheitsgefühl in Händen und Füssen, um nur einige zu nennen. Ist vielleicht auch interessant zu wissen dass sich der Körper bei Mangel das Magnesium aus den Knochen holt, wo er es sonst speichert. Bei sehr sehr vielen Erkrankungen kann Magnesiummangel eine Mitursache sein. Nicht unerwähnt sollte auch bleiben dass es Magnesiumräuber gibt! Eine ganze Reihe von »Gegenspielern« des Minerals drücken den Magnesiumspiegel auf niedriges Niveau. So vernichtet moderne Zivilisationskost wie Fast Food, Zucker und Süßspeisen Magnesium in unserem Körper. Alkohol und Tabak haben denselben Effekt. Aber auch verschiedene Medikamente können dem Organismus das so wichtige Mineral rauben: Dazu gehören Entwässerungstabletten, ACE-Hemmer, Abführmittel, Herzmedikamente, Antibiotika und die Antibabypille. Stress ist übrigens auch ein Magnesiumräuber...

Magnesiummangel ist in unseren Breitengraden sehr häufig. Magnesiumüberschuss dafür sehr sehr selten. Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion oder einer Nierenerkrankung neigen zum Überschuss, sie sollten Magnesium daher eher nicht einnehmen. Das gehört aber mit dem Arzt abgeklärt!

Wie kommt mein Körper jetzt zu Magnesium?
Wie oben schon angeführt über die Nahrung. Wie auch schon erwähnt, essen wir wohl alle nicht täglich Bananen zum Kakao (-: Jetzt gibt's die Möglichkeit von Tabletten. Die verträgt aber nicht zwingend jeder, da sie mitunter Durchfall verursachen. Zumal Tabletteneinnahme auch nicht jedermanns Sache ist.

Aaaaaaaaaaber, und jetzt kommt der feine Teil, Magnesium kann wunderbar über die Haut aufgenommen werden! Sei es ein Bad oder Fußbad mit Magnesiumöl, oder auch einfach Magnesiumöl in Sprayform. Zweiteres ist vermutlich die praktischste Methode und in die Achsel gesprüht soll es sogar die Wirkung eines Deodorants haben ( Betonung liegt auf soll, ich hab das nie getestet). Nach dem Besprühen kann es sein dass die Haut ein wenig kribbelt und sich ein Wärmegefühl ausbreitet, das ist durchaus erwünscht (-:
Angeblich hilft transdermales Magnesium auch den Altersprozess zu verlangsamen und baut Fett ab .. da sind wir dann allerdings schon wieder im "wünsch-dir-was-Land" .. das mag stimmen, unterschreibe ich allerdings so nicht (-:

Fakt ist, dass sehr sehr viel von uns unter einem Mangel leiden und die Magnesiumaufnahme über die Haut recht wenig bekannt ist. Was ich persönlich schade finde, weils einfach ist und gut tut. Man kann Magnesiumöl übrigens auch in der Massage verwenden! Unterstützt das Auflockern der Muskeln. Wenn du das möchtest, lass es mich einfach wissen (-:

Und jetzt hab einen feinen Tag!
Ganz liebe Grüße
Daniela

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Donnerstag, 20. Oktober 2016

Herbst, PMS der Jahreszeiten



Herbst .. grau in grau .. Nieselregen .. Zeitumstellung .. die Tage werden kürzer ...

Für manche ist das eine wunderbare Zeit, aber viele von uns kämpfen sich mit abnehmender Sonneneinstrahlung mehr und mehr durch die Tage. Proportional zum weniger werdenden Licht werden die Gesichter länger und die Mundwinkel wandern Richtung Knie. Stimmung irgendwo zwischen Erdgeschoss und Keller.

Warum ist das so?

Der Herbst ist, wie jeder Jahreszeit, eine Phase der Wandlung. Die Wandlungsphase vom Winter in den Frühling ist eine energiegeladene, feine. Da kommen Kräfte zu Tage, die den ganzen Winter mit den Sommersachen eingemottet waren. Wir fühlen und wieder frisch und lebendig. Die Wandlungsphase Richtung Winter wird aber meist als unangenehm empfunden. Die sportliche Spritzigkeit des Sommers mutiert zusehends in Richtung Couchpotatoe, alles wird ein bissl mühsam und so richtiges Trallala braucht da schon den ein oder anderen Punsch am Weihnachtsmarkt. Die vermutlich nur deshalb schon Mitte November aufsperren weil sie für viele ein Stimmungsaufheller sind (-;
Ist das alles nur Einbildung? Ist das wieder mal so ein Thema das nur Sensible und Hochsensible betrifft?

Nein, der Stimmungsabfall im Herbst ist keine Einbildung. Im Ayurveda geht man sogar soweit den Herbst den Spitznamen PMS zu geben. Für die, die mit PMS kämpfen oder Partnerinnen mit PMS haben bedarf das keiner weiteren Erklärung (-; PMS, das prämenstruelle Syndrom ist irgendwie ein Ausnahmezustand. Eine hormonelle Unrundung die ihresgleichen sucht. Da ist irgendwie alles grau und unpassend, störend, nervig .. einfach bäääääh. So in etwa ist es auch in der Wandlungsphase Herbst. Die Kräfte ziehen in die Wurzeln .. sind nicht mehr greifbar. Aber vor allem ist es Veränderung in eine nicht so angenehme Richtung. Und Veränderung bringt Unsicherheit. In diesen Wandlungsphasen erwarten uns wechselnde Eigenschaften, Unruhe und Gefühlsextreme. Wir werden körperlich und emotional besonders sensibel und anfälliger für Krankheiten. Je mehr wir diese Prozesse verstehen und als Chance annehmen, um so direkter und stärker können wir sie für uns nutzen.

Aber was tun?

Du kannst dir natürlich seitenweise positive Affirmationen zu Gemüte führen, es wird aber wenig helfen. In dieser Wandlungsphase heissts: zurücklehnen, ansehen und akzeptieren!
Das nimmt zuallererst mal viel Unruhe aus der Situation, weil wir uns nicht selber noch zusätzlich wuggi machen. Ist jetzt so und darf auch so sein!

Bring Farbe ins Leben! Schau dir mal die Menschen an wenn du mit den Öffis an einer Haltestelle stehst. Schwarze Mäntel, graue Mäntel, dunkle Jacken. Passt auch wunderbar in die Zeit um Allerheiligen und eben zu dieser Stimmung. Kram in deinen Sachen, zieh dir bunter Socken an (muss nicht zwingend im Büro sein (-; ) , trag einen bunten Schal oder von mir aus bunter Unterwäsche, aber bring Farbe in dein Leben. Farben machen Stimmungen! Nicht nur bei dir, auch in deiner Umgebung (-: (Sagt die die immer schwarz trägt. Aber sogar ich habe eine knallgrüne und eine knallorange Winterjacke (-; )

Vitamin D ist jetzt natürlich auch Thema. Das Sonnenvitamin das ja eigentlich ein Hormon ist. Passt somit auch wunderbar zum PMS (-; Um Vitamin D zu produzieren braucht der Körper Sonne. Das ist dieses runde Ding am Himmel vor dem wir uns den halben Sommer mittels Sonnenschutzmitteln schützen und das uns im Herbst/Winter nur spärlich besucht. Dieses Sonnenvitaminhormon ist aber unter anderem recht wichtig für unseren Gefühlshaushalt. Wie kommst du jetzt aber zu Vitamin D wenn die Sonne so gar nicht scheinen mag. Du kannst es essen! Das war jetzt die gute Nachricht zum Tag (-:
Vit D ist enthalten in: Hering, Lachs, Avocado, Ei, Champignons, Milchprodukten und Käse, Rindsleber und in minimalen Dosen auch in Geflügel, Rind und Schweinefleisch. Diese Dinge also verstärkt der Nahrung zuführen. Falls du das Gefühl hast einen massiveren Vit D Mangel zu haben, bitte ab zum Arzt. Der lässt sich im Blut nachweisen und dann medikamentös behandeln.

Was auch noch hilft sind Gerüche und Düfte. Generell natürlich alle die du magst! Düfte aktivieren Zonen im Gehirn die Glücksgefühle ausschütten. Dazu zählen vorrangig Zitrusnoten, Orange, Mandarine und Co. Aber wenn du wohlige Vanille bevorzugst, dann nimm bitte die. Achte aber auf die Qualität. Synthetische Öle sind nicht zu vergleichen mit qualitativ hochwertigen Ölen. Weder im Geruch, noch in der Wirkung. Ich mag Feeling Öle sehr gerne. Ist eine österreichische Firma mit (meines Erachtens) sehr guter Qualität. Aber auch Farfalla oder Primavera mag ich pers. recht gerne.

Dann ist es draußen zwar immer noch grau in grau, aber in dir ein bissal ruhiger, entspannter und auch bunter (-:

Hab einen feinen Herbst! Und wenn gar nichts hilft, du weißt wo meine Matte wohnt (-:

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Donnerstag, 18. August 2016

Die Wellen des Lebens



Das Leben hinterlässt Spuren. Manchesmal sind es oberflächliche Schrammen, manchesmal sind es aber auch tiefe Spuren .. bleibende Narben.

Narben sind Spuren des Lebens. Narben beweisen, dass ich tiefe Liebe empfinden kann, dass ich das Leben in vollen Zügen lebe und auch verletzt oder sogar ausgehöhlt werden kann.

Du wirst merken, dass die Trauer in Wellen kommt. Wenn das Schiff sinkt, ertrinkst du, überall um dich herum sind Wrackteile. Alles um dich herum erinnert dich an die Schönheit und die Herrlichkeit dieses Schiffes, das es jetzt nicht mehr gibt. Und alles, was du tun kannst, ist, an der Oberfläche zu treiben. Du findest ein Wrackteil und hältst dich eine Weile daran fest. Vielleicht ist es ein Gegenstand. Vielleicht ist es eine glückliche Erinnerung oder ein Foto. Vielleicht ist es ein Mensch, der auch treibt. Für einige Zeit kannst du nichts anderes tun, als zu treiben. Und am Leben zu bleiben.

Am Anfang sind die Wellen 30 Meter hoch und stürzen gnadenlos über dich herein. Sie kommen im Abstand von zehn Sekunden und lassen dir keine Zeit, Luft zu holen. Alles was du tun kannst, ist, dich weiter festzuhalten und zu treiben. Nach einer Weile, vielleicht nach Wochen, sind die Wellen noch immer 30 Meter hoch, aber die Abstände zwischen ihnen werden größer. Wenn sie kommen, stürzen sie trotzdem über dich herein und nehmen alles mit sich. Aber zwischendrin kannst du atmen, du kannst funktionieren. Du weißt nie, was die Trauer auslösen wird. Es kann ein Lied sein, ein Bild, eine Straßenkreuzung, der Geruch von Kaffee. Es kann so ziemlich alles sein ... und die Welle kommt angerollt. Aber zwischen den Wellen findet das Leben statt.

Irgendwann, und es dauert bei jedem unterschiedlich lang, werden die Wellen nur noch 24 Meter hoch sein. Oder 15 Meter. Und obwohl sie immer noch kommen, vergrößert sich der Abstand zwischen ihnen. Du siehst sie im Voraus. An einem Jubiläum, an Geburtstagen, an Weihnachten, beim Landen am Flughafen. Du siehst sie kommen und kannst dich meistens vorbereiten. Und wenn sie über dich hinwegspült, weißt du, dass du irgendwie auf der anderen Seite wieder auftauchen wirst. Triefend nass, an ein winziges Stück eines Wrackteils geklammert, aber du wirst wieder auftauchen.

Zum Glaube den Worten eines alten Mannes. Die Wellen werden nie aufhören und du willst das auch nicht. Aber du wirst lernen, sie zu überleben. Und dann werden andere Wellen kommen. Und du wirst auch die überleben.

Wenn du Glück hast, wirst du viele Narben von vielen geliebten Menschen haben. Und viele Schiffbrüche."
(Autor leider unbekannt)

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Montag, 8. August 2016

Was und wo bitte ist diese Mitte von der immer alle reden?




"Bleib in deiner Mitte", "Kümmere dich um deine Mitte", „Das tut deiner Mitte gut", "Du bist nicht in deiner Mitte"...
Sätze die du sicher schon hunderte Male gelesen hast, oder auch Sätze, die du selber gerne sagst wenn du unrund bist, dich unwohl fühlst. "Nicht in der Mitte sein" ist so ein Gefühl von neben sich stehen, sich nicht wirklich wahrnehmen und spüren können .. seinen eigenen Faden nicht finden, irgendwo am Weg ein bissl verkehrt abgebogen zu sein. Vielleicht hast du auch manchmal das Gefühl, du könntest verrückt werden. Dann bist du genau das – aus deiner Mitte ver-rückt.

Aber was bitte ist eigentlich diese Mitte?

Die Mitte ist in der asiatischen Medizin zum Beispiel das Element Erde. Dem Element Erde sind die Organe Milz und Magen zugeordnet, wobei man meist nur von der Milz spricht, wenn man dieses Organpaar meint. Beide Organe liegen in der Mitte des Körpers. Sie halten alle anderen Organe zusammen und nähren sie. Von ihnen geht alles aus. Deshalb nennt man sie „Mitte“.

Die Organe Milz und Magen nach der chinesischen Medizin entsprechen einem energetischen Konzept und haben nichts mit den Organen aus der westlichen Medizin zu tun. Sie stehen für den gesamten Verdauungsapparat. Dazu gehört auch das Gehirn, denn auch das verdaut, nämlich deine Gedanken!

Jetzt ist leicht zu erkennen, dass der Mitte die Emotion Grübeln zugeordnet ist. Wenn du zu viel nachdenkst und grübelst, verletzt du deine Mitte. Aber auch wenn du zu viel lernst, tut das deiner Mitte nicht gut. Zu viel Kopfarbeit schwächt! (nicht dass wir das nicht ohnehin wüssten (-; )

Der Aufbau und die Pflege der Energie der Mitte ist das wichtigste Prinzip in der asiatischen Medizin. Die Stärke der Mitte ist entscheidend für deine gesamte Gesundheit. Die Hauptfunktion der Mitte ist es, die Essenz der Nahrung in Blut, Qi und Säfte umzuwandeln und im ganzen Körper zu erteilen. Sie nährt also deinen gesamten Körper und alle Organe. "Wenn die Mitte stark ist, können 1000 Krankheiten geheilt werden" ist eine alte asiatische Weisheit .. und wie ich finde eine recht guter Ansatz (-:

Du spürst es wenn du in deiner Mitte bist. Alles geht leicht von der Hand, du bist im Fluss, entspannt .. easy going (-:

Was also tun um diese, deine Mitte zu stärken?

Von ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung abgesehen wäre es natürlich hilfreich Stress zu dezimieren. Was jetzt nicht die einfachste Übung ist wie wir wissen. Aber es ist möglich. Gönn dir deine Auszeiten! Gönn dir Dinge und Aktionen die dich abschalten lassen. Nimm dich aus deinem Hamsterrad und sei es nur für eine oder zwei Stunden. Stell dich ein bissl neben deinen Wahnsinn und lass ihn alleine herumwurschteln für diese Zeit. Wenn gar nichts mehr geht, du weisst wo meine Matte wohnt (-; Ich begleite dich gerne durch diesen, deinen Prozess. Gemeinsam finden wir sie sicher wieder ... deine Mitte (-:

Mittwoch, 20. Juli 2016

Was Wasser für deine Entspannung tun kann



Urlaub am Meer ist nicht nur für uns Stadtkinder etwas Besonderes. Urlaub am Meer, oder auch am Fluss oder einem See hat eine ganz besondere Wirkung auf deine Seele und Psyche.
Dass Wasser ein überlebensnotwendiges Element ist ist klar. Aber was hat Wasser mit Entspannung zu tun?

Im Feng Shui symbolisiert Wasser den Norden und somit deinen Lebensweg. Wasser fließt und nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Wasser trägt und Wasser reinigt. Wasser erfrischt und erneuert alles Leben. Es symbolisiert den Lebensabend und dessen Weisheit, mit der man hinter die Dinge schaut. Das beharrliche Fließen des Wassers, das so alles störende eliminiert bezwingt und dabei Berge versetzt, sind Qualitäten des Wassers. Die Wasserenergie steht für Betrachtung, Lageerfassung, Ruhe – Austausch, Beweglichkeit, Tiefe, Beruhigung.

Wenn ich am Meer bin und am Abend am Steg sitze, die Füße baumelnd ins Wasser halte, macht das mit mir enorm viel. Da spüre ich eine tiefe Ruhe, die ich in der Stadt nur sehr sehr selten finde, aber warum ist das so?

Tim Schlenzig hat es wunderbar in Worte gefasst indem er aus einer Studie vom Meeresbiologen Dr. Wallace J. Nichols zitiert:


1. Wasser entspannt den Geist

Tagein, tagaus überfluten uns Informationen. Vor allem sinnlose und unwichtige. Am Wasser zu sein befreit unser überfordertes Gehirn von dieser Überstimulation.
Zum einen, weil dort visuell und akustisch zwar etwas passiert – die Wellen bewegen sich und platschen – aber eben weniger und einfacheres als in der hektischen Stadt, in einem Gerümpelzimmer, am Computer oder vorm Fernseher, wo unsere Augen und Ohren Tausende von Details verarbeiten müssen.
Zum anderen wegen der Farbe Blau, die für uns Menschen eine ganz besondere Rolle spielt. Marketingpsychologen haben schon vor Jahrzehnten erforscht, wie uns Blaues anzieht, weil es Ruhe auslöst, Heilung begünstigt und Gefühle von Offenheit, Tiefe und Weisheit sowie Zufriedenheit mit dem Moment hervorruft.

2. Wasser versetzt uns in einen meditativen Zustand

„Der kleine Torben möchte im Smaland abgeholt werden, so die Durchsage im Ikea. Aber ich, der kleine Tim, möchte nicht vom Strand abgeholt werden. Ich könnte stundenlang dasitzen und einfach auf den Fluss oder den See oder das Meer schauen, die Bewegungen verfolgen, die uns auf so sanfte Weise faszinieren (Psychologen sprechen im Gegenzug von „harter Faszination“, wenn wir zum Beispiel einen Actionfilm schauen oder Videospiele spielen).
Nachweislich bringt uns das ohne Mühe in einen Zustand der Meditation, von Fokus und Achtsamkeit. Und das wiederum verringert den Stress, befreit uns zumindest von milden Formen von Angst, Depressionen und Schmerzen, bringt uns mentale Klarheit und lässt uns hinterher besser schlafen.

3. Wasser lässt uns verbunden fühlen

Während wir uns am Wasser aufhalten und in einen erholsamen, versunkenen Zustand gelangen, treten oft besondere Emotionen auf. Wir staunen und atmen die Weite ein. Wir fühlen uns verbunden mit uns selbst wie auch mit der Natur; mit etwas, das ewiger und größer ist als wir selbst. Das gibt uns Kraft und neues Vertrauen.
„Wasser verschiebt unsere Wahrnehmung vom Getrennt-Sein zum Eins-Sein, vom Ich zum Wir“, schreibt Nichols. Ein Grund, so der Autor, warum romantische Momente wie Picknicks, Verlobungen, Hochzeiten nicht nur in Filmen so gern an Ufern stattfinden.

4. Wasser macht uns kreativer

Durch den Entzug vom Übermaß an Informationen wechselt unser Gehirn in das sogenannte Default Mode Netzwerk („Ruhezustandsnetzwerk“), eine Gruppe von Hirnregionen wird aktiviert, sodass wir unsere Gedanken besser schweifen lassen, tagträumen und fantasieren können. Das Gehirn verarbeitet Erfahrungen und knüpft neue, unerwartete Verbindungen – was extrem wichtig ist für Kreativität.
Sogar die Schmalspur-Variante des Wassers ist förderlich. „Die Dusche“, so Nichols, ist „ein guter Vertreter für den Ozean“. Eine Art Mini-Urlaub.
„Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche“, sagt zum Beispiel Regisseur Woody Allen. Und bestätigt damit, was viele von uns schon erfahren haben: Beim Duschen kommen oft neue Ideen und „Jetzt-hab-ich’s!“-Momente. Denn auch dort entziehen wir uns für einen Moment den Botschaften, die sonst ununterbrochen auf uns einströmen.

Das mit der Dusche unterschreib ich übrigens vollinhaltlich. Um einen Gedanken zu Ende zu denken eignet sich duschen so gar nicht. Denn irgendwie weiß ich meist danach meist nicht mehr was ich davor tun wollte. Aber das ist ja der Zustand den wir bei der Entspannung erreichen wollen. Raus aus dem Gehirnkreisel..den roten Faden mal loslassen und die Perspektive wechseln (-:

In diesem Sinne, wünsche ich dir Wasser..viel viel Wasser dass dich ein wenig durchs Leben trägt und dir deine Entspannung bringt!

Hab einen wundervollen Sommer (-:

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