Mittwoch, 21. Dezember 2016

Rauhnächte, räuchern und weiße Leintücher




Als Rauhnächte bezeichnet man die Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 05./06. Jänner. Es gibt auch noch die Varianten, bei denen die Rauhnächte schon am 21.12., also an der Wintersonnenwende beginnen und/oder erst am 06.01., enden, das ist regional verschieden. Der 21.12, ist Wintersonnwende und wir im im Norden als Yul Fest begangen. Auch das Channuka Fest der Juden fällt in diesen Zeiraum. Beide sind Lichtfeste. Es gilt Licht in die dunkelste weil längste Nacht des Jahres zu bringen. Ich finde, das ist ein wunderschöner Gedanke (-:  Ebenso war es früher Tradition in den Rauhnächten nicht zu arbeiten sondern das neue Jahr zu reflektieren, im hier und jetzt zu sein und zu entspannen ((-: Brauchen viele von uns nach dem Weihnachtstrubel auch ganz dringend.

Was also tun an diesen besonderen Nächten:

Bevor wir zum Räuchern kommen bedarf es einiger Vorbereitung (-; Kennst du die Überlieferung, dass zu Weihnachten keine ungewaschene Wäsche mehr im Haus sein darf und die gewaschene sich in keinem Fall noch auf der Leine zum Trocknen befinden sollte? Das hat Hintergrund (-; In früheren Zeiten hieß es, im Haus dürfe keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-) Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen herfallen. Diese Überlieferungen dürften auch der Ursprung des Weihnachtsputzes sein. Auch die Buddhisten und Hinduisten sind der Meinung dass man Rituale nur in gereinigten Stätten abhält. Um die Putzerei im Vorfeld kommen wir also wohl nicht herum (-;

Dann kanns aber mit der Räucherei losgehen. Die Wohnung ist geputzt und der Sinn der Rauhnächte ist ja innere Einkehr, Altes loslassen um Platz für Neues zu schaffen und Entspannung (-:

Beim Räuchern geht es nicht nur darum, dass man irgendwo, irgendwie, irgendwas räuchert oder Räucherstäbchen anzündet und irgendwo abstellt. Es geht beim Räuchern um mehr, als nur Rauch machen und von einer Ecke in die andere zu gehen. Ein Beispiel für Anfänger: In den ausgewählten Nächten räuchert man das Haus und den Hof und erbittet Segen für alle die darin wohnen. Es werden getrocknete Kräuter (Weihrauch, Salbei, Lavendel, Mistel, etc) und Harze auf einem Stück glühender Kohle oder Räucherkohle verbrannt bzw. verglüht. Geräuchert wird immer von unten nach oben (im Keller anfangen), da der Rauch nach oben steigt. Fenster aufmachen, damit das Negative abziehen kann (-: Du musst dabei keine nicht gebetsmühlenartig Mantren rezitieren, es reicht bei dir zu sein und bewusst darüber nachzudenken was du gehen lassen möchtest. Respektive darüber was denn kommen darf. Schaff Platz für das Neue (-:
Gönn dir diese Zeit der Ruhe. Schau nochmal zurück auf dein Jahr. Lass gehen was nicht bleiben wollte oder konnte und freu dich auf die Dinge und Momente die im neuen Jahr auf dich warten (-:
Hab eine wundervolle Zeit mit dir (-:



www.entspannung-im-hof.at

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