Freitag, 13. April 2018

Der Wechsel .. ein Flamenco der Hormone




Es gibt ja einige Jahreszeiten im Leben eines Menschen. Im Leben einer Frau sind es ein paar mehr, da die Hormone bei uns Frauen eine noch einflussreichere Rolle spielen. Alle von uns, die Kinder haben, können ein Lied über die Pubertät singen. Manchesmal mit jaulendem Getöns (-; Ich durfte meinen Sohn auch durch seine Pubertät begleiten und war gleichfalls geschockt wie fasziniert, welchen Einfluss die Hormone auf diesen Buben haben. Jetzt, Jahre später erzählt er ab und zu von dieser, auch für ihn so schwierigen Zeit des nicht ausbalanziert gewesen seins..

Und das lande ich schlagartig beim Klimakterium. Dem Wechsel. Das Wort Klimakterium kommt wohl daher, dass der Körper sich in ständig wechselnden Klimazonen befindet. Aber am Wohlsten scheint er sich dort zu fühlen, wo er viel Hitze im Inneren produzieren muss. Das macht er aber in einem Ausmass dass man meinen könnte, das körpereigene Thermometer sei kaputt. Ein Umstand, der vielleicht für diejenigen interessant ist, die dauerfrösteln. Da gehöre ich leider nicht dazu (-;

Aber als würde das nicht reichen, gesellt sich dazu auch noch eine Portion Unrundung. Die ist mal kleiner, oft grösser, aber immer unpassend. Und vor Allem kommt sie von einer Sekunde auf die andere .. Hossa! Braucht kein Mensch .. aber es erinnert an die Pubertät!

Wechsel ist also Pubertät 2.0.

Als ich das für mich erkannt habe, fand ich diesen Zu- Umstand plötzlich spannend. Pubertät ist ein Umbauprozess, soweit so klar. Umbau ist immer anstrengend, ungut, neu. Hat mit Verlust von Kontrolle zu tun. Man weiß ja nie was sich die nächsten Minuten abspielt..wirds heiß oder kommt eine Superlaune ums Eck.. alles ist möglich.

Aber ein Prozess hat auch einen Grund und er ist vor Allem ein Entwicklungsschritt!

Der Eintritt in die nächste Jahreszeit. So unbequem dieser Umbau auch mitunter ist, es gibt ein Ende und somit auch ein Ziel. Für mich persönlich ist es ein Schritt näher zu mir. Wobei es gerade viele Schritte sind, da ich mit diesem Thema sehr offen umgehe und mich auch durchaus aus der Situation nehme wenn mich das Hormongewusel überfällt. Ich gebe meinem Bedürfnis nach "ich brauch jetzt Abstand und Zeit für mich" ( weil ich in diesem Zustand auch nicht recht gesellschaftsfähig bin ) recht viel Raum, suche die Ruhe und finde dort auch meist recht schnell die meine wieder. Damit komme ich ganz gut über die Runden und muss zu keinen Hilfsmitteln greifen. Ich lass meinen Körper mal machen, gebe mir möglichst viel Raum und noch mehr Toleranz und Akzeptanz. Das hilft enorm! Sollte es das eines Tages nicht mehr tun, gehts an die Hilfsmittel.

Und hier lande ich beim Thema Hormone im Wechsel. Ein Thema, bei dem ich das Gefühl habe, dass es mit Schuldgefühlen und dem Gefühl der Schwäche behaftet ist. Grundlos, wie ich finde. Wie bei der Schwangerschaft oder auch der Menstruation hat hier jede Frau ihr eigenes Thema und ihren eigenen Umgang damit. Manchen ist permanent übel, manche haben Krämpfe ohne Ende, andere wiederum gehen da strahlend durch. Nach meiner Erfahrung hat das wenig mit dem Grad an Reflexion zu tun. Ich kenne superreflektierte Frauen die monsterähnliche Züge annehmen und recht unreflektierte die da durchgehen als wäre nichts. Hormone sind unkalkulierbare Einflußnehmer und jede Frau sollte auf ihre ureigensten Bedürfnisse horchen und denen bitte ohne schlechtem Gewissen nachgeben. Das sollte sie generell tun, aber in schwierigen Zeiten besonders!

Ich möchte nur den Blickwinkel von furchterregenden ein wenig in Richtung interessant lenken. Kaum eine Frau hat nicht ein wenig Panik im Gedanken an den kommenden Wechsel. Man hört fürchterliche Geschichten darüber, bei manchen hat er ewig und länger gedauert und und und. Umziehen im Stundentakt kommt da ebenso vor die x mal aufwachen das nächtens und in Schweißlacken liegen. Klingt alles nicht prickelnd, ist es auch nicht. Umbau ist nie prickelnd, aber er macht Sinn! Immer! Und je bewusster wir ihn gehen, desto gestärkter gehen wir am Ende daraus hervor. Je mehr wir zu den Themen hinsehen die aufpoppen desto mehr nehmen wir ihnen die Schärfe. Es ist alles machbar und gehbar. Und wenns zu viel wird, dann eben mit Hilfe .. so what (-:

Hier noch eine Liste der pflanzlichen Helferleins

Prämenopause:
Frauenmantel, gleicht östrogendominanten Hormonspiegel aus. Sollte also nicht bei Östrogenmangel genutzt werden.
Mönchspfeffer, hilft nicht nur bei PMS, sondern unterstützt auch bei Wechselbeschwerden mit Herz- Kreislaufbeschwerden
Scharfgarbe, krampflösend und in Kombination mit Frauenmantel ein recht hilfreicher Tee

Mitten drin hilft dann
Rotklee, Traubensilberkerze und die schwarze Johannisbeere. Letztere steht stellvertretend für alle Pflanzen die östrogenähnliche Phytoöstrogene enthalten und damit den abnehmenden Östrogenspiegel ausgleichen können.

In diesem Sinne, lass diesen Tanz der Hormone DEIN Tanz sein .. dein ganz persönlicher, in deinem Tempo!

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